Android-App mit ARCore · in Entwicklung

Das Problem ist nicht, dass du zu wenig suchst. Sondern dass du immer dasselbe absuchst.

Bildschirmfoto von HeatSeek: Der Raum „Wohnzimmer“ ist zu 42 Prozent abgesucht. Auf dem Grundriss sind die erfassten Bereiche eingefärbt, darüber steht die Ansage ‚Unter dem Sofa hast du noch nicht nachgesehen.‘
Bildschirmfoto aus der Entwicklungsversion. Keine Montage, kein Rendering.

HeatSeek färbt beim Suchen live ein, wo du schon warst. Was rot bleibt, hast du noch nicht angeschaut.

Die App ist noch in Entwicklung. Es gibt hier heute nichts herunterzuladen, und wir tun auch nicht so.

Das eigentliche Problem

Du suchst nicht zu wenig. Du suchst dreimal dieselbe Stelle ab.

Wenn etwas weg ist, läuft immer derselbe Ablauf: Du gehst die Orte ab, an denen das Ding normalerweise liegt. Findest du es dort nicht, gehst du sie noch einmal ab. Und dann noch einmal.

  • Zum dritten Mal denselben Küchentisch abräumen.
  • Zum vierten Mal in dieselbe Jackentasche greifen.
  • Die Schale im Flur anheben, obwohl du sie schon zweimal angehoben hast.

Dabei entsteht keine Fläche. Zwei Quadratmeter Wohnung werden gründlich durchsucht, der Rest bleibt unberührt: hinter der Couch, unter dem Bett, auf dem Kühlschrank, im Schuhregal, unter dem Zeitungsstapel.

Der Grund ist nicht Faulheit. Dir fehlt schlicht das Gedächtnis dafür, wo du in den letzten zehn Minuten schon hingesehen hast. Beim Einkaufen löst eine Liste dieses Problem. Beim Suchen hat bisher niemand mitgeschrieben.


Genau das macht HeatSeek: Es schreibt mit.

Drei Schritte

So funktioniert's

Einmal scannen. Danach sieht dein Telefon beim Suchen mit und weiß, wo du schon warst.

  1. Schritt 1

    Raum einmal scannen

    Du gehst einmal mit der Kamera durch den Raum. ARCore baut daraus ein internes Modell der Flächen und Möbel – ein Grundriss, mit dem die App weiß, wo Sofa, Schrank und Fußboden liegen. Das machst du einmal pro Raum, nicht einmal pro Suche.

  2. Schritt 2

    Suchen – die App färbt mit

    Beim Suchen hältst du das Telefon in der Hand. Alles, was deine Kamera dabei tatsächlich erfasst, kühlt auf dem Grundriss ab. Was du auslässt, bleibt rot. Du siehst jederzeit, wie viel vom Raum wirklich abgesucht ist.

  3. Schritt 3

    Zuhören

    Damit du nicht ständig aufs Display starrst, sagt die Sprachausgabe von sich aus, welcher Bereich noch offen ist. Nicht hinterher, sondern während du suchst.


Läuft komplett auf dem Telefon. Kein Konto, kein Server, keine Vorbereitung außer dem Scan.

Die Heatmap

Rot heißt nicht „hier liegt es“

Im Alltagsspiel bedeutet „heiß“, dass du nah dran bist. Hier ist es genau umgekehrt, und das ist der wichtigste Satz auf dieser Seite.

Rot / warm

Hier hast du noch nicht nachgesehen. Diese Fläche war seit Beginn der Suche nicht im Blickfeld deiner Kamera.

Kühl / transparent

Erledigt. Diese Fläche war sichtbar erfasst – du kannst sie abhaken und musst nicht zurück.


Die App bewertet nicht, wo dein Schlüssel liegen könnte. Sie kennt deinen Schlüssel gar nicht. Sie protokolliert nur Abdeckung: welche Flächen des Raummodells von deiner Kameraposition aus sichtbar waren.

Der Bereich unter dem Sofa gilt erst als erfasst, wenn du das Telefon so hältst, dass dort hineingesehen wird. Davorstehen reicht nicht. Was verdeckt bleibt, bleibt rot.

Am Ende hast du etwas, das du sonst nie hast: eine begründete Antwort auf die Frage, ob dieser Raum wirklich vollständig abgesucht ist.


Zum Ausprobieren

Fahr mit dem Finger oder der Maus über den Grundriss. So verhält sich die Einfärbung, wenn du mit der Kamera durch den Raum gehst.

Abgesucht 0 %

Vereinfachte Darstellung zur Erklärung der Farblogik. Kein Screenshot, kein Video der App.

Sprachausgabe

Die App sagt dir, welche Stelle du auslässt

Suchen mit gesenktem Blick aufs Display funktioniert nicht. Deshalb bleibt die Heatmap nicht stumm.

„Unter dem Sofa hast du noch nicht nachgesehen.“

„Die linke Hälfte vom Regal ist noch offen.“

„Der Boden neben dem Bett fehlt noch.“

Beispielausgabe


Die Ansagen kommen während der Suche, nicht als Auswertung danach. Sie machen den Grund explizit, warum du noch nicht fündig geworden bist – statt ihn nur einzufärben.

Was die App dabei nicht sagt: wo dein Schlüssel liegt. Sie kennt nur die Lücken in deiner eigenen Suche. Das klingt nach weniger, ist aber der Teil, an dem es in der Praxis scheitert.

Die Sprachausgabe lässt sich abschalten. Dann bleibt die Heatmap auf dem Display.

Datenschutz

Der Grundriss deiner Wohnung bleibt auf deinem Telefon

Eine App, die deine Wohnung mit der Kamera erfasst und daraus einen Grundriss baut, muss diese Frage von selbst beantworten. Hier ist die Antwort, in prüfbaren Sätzen.

Alles läuft auf dem Gerät

Die Kamerabilder werden lokal ausgewertet, das Raummodell wird lokal gespeichert. Es gibt keinen Upload, keine Cloud-Synchronisierung und keinen Server, der von deinem Grundriss etwas hätte. Das ist keine Formulierung aus einer Datenschutzerklärung, sondern die Bauweise: HeatSeek braucht dein Raummodell lokal und in Echtzeit.

Kein Konto

Keine Registrierung, keine E-Mail-Adresse, kein Login. Du installierst die App und benutzt sie.

Keine Werbe-ID, kein Tracking

Die App fragt keine Werbe-ID ab, bindet keine Analyse-SDKs ein und meldet niemandem, wie oft oder wie lange du suchst.

Eine einzige Berechtigung: Kamera

Kein Standort, keine Kontakte, kein Zugriff auf deine Fotos, kein Mikrofon. Die Kamera-Berechtigung erteilst du mit „Während der Nutzung der App“ – im Hintergrund passiert nichts.

Auch diese Website lädt nichts nach

Statisches HTML von einem Server. Keine externen Schriften, keine Skripte von fremden Domains, keine Analyse-Cookies, kein Consent-Banner, weil es nichts zu erlauben gibt. Gespeichert werden in deinem Browser genau zwei Dinge: deine Sprachwahl und dein Farbschema. Kein Cookie, keine Kennung, nichts davon verlässt dein Gerät.


Prüfbar, sobald es die App gibt: Flugmodus an, HeatSeek läuft trotzdem. Internet braucht nur die einmalige Installation der Systemkomponente „Google Play-Dienste für AR“.

Ehrlichkeit

Was HeatSeek nicht kann

Fünf Dinge, die du wissen solltest, bevor du dir etwas anderes vorstellst.

Das macht HeatSeek

  • Raum einmal scannen
  • Suchen – die App färbt mit
  • Zuhören
  • Kein Konto

Das macht HeatSeek nicht

  • Sie findet deinen Schlüssel nicht
  • Sie erkennt keine Objekte
  • Sie sieht nicht in geschlossene Schubladen
  • Die Genauigkeit hängt vom Gerät ab

  1. Sie findet deinen Schlüssel nicht

    HeatSeek ortet keine Gegenstände und zeigt dir nicht, wo etwas liegt. Es gibt keinen Pfeil, der irgendwohin zeigt. Die App verwaltet ausschließlich deine Suche – gefunden wird von dir.

  2. Sie erkennt keine Objekte

    Die App unterscheidet nicht zwischen Schlüssel, Fernbedienung und Kabelsalat. Sie sagt dir nie „da liegt deine Brille“. Sie kennt nur Flächen und deren Abdeckung.

  3. Sie sieht nicht in geschlossene Schubladen

    Kein Röntgenblick. Was in Schubladen, Schränken, Taschen oder unter einer Decke liegt, sieht die Kamera nicht – und damit auch die App nicht. Sie kann dir nur sagen, dass du die Schublade nicht geöffnet hast. Öffnen musst du sie selbst.

  4. Die Genauigkeit hängt vom Gerät ab

    Mit Tiefensensor wird das Raummodell deutlich präziser. Ohne läuft es über Kamera und Bewegungssensoren – das funktioniert, ist aber ungenauer, besonders bei schlechtem Licht, in dunklen Ecken und vor großen einfarbigen Flächen wie einer weißen Wand. Die Grenzen zwischen Rot und Kühl sind dann grober.

  5. Die erste Version wird eine Beta

    Die App ist in Entwicklung. Was zuerst erscheint, ist eine Beta: mit Abstürzen, mit Abdeckung, die manchmal danebenliegt, und mit Ansagen, die nicht immer passen. Wir schreiben das lieber hier hin, als dich es selbst herausfinden zu lassen.


Was bleibt, ist trotzdem der Punkt, an dem die meisten Suchen scheitern: HeatSeek zeigt dir, welche Stellen du bisher ausgelassen hast – und macht damit sichtbar, wie vollständig ein Raum wirklich abgesucht ist.

Voraussetzungen

Ob dein Telefon das kann

HeatSeek setzt ARCore voraus. Drei Dinge müssen zusammenkommen.

Ein ARCore-zertifiziertes Android-Gerät
Google zertifiziert Geräte einzeln, weil ARCore auf Kameraqualität, Bewegungssensoren und Rechenleistung angewiesen ist. Das Gerät muss ab Werk mit dem Google Play Store ausgeliefert worden sein. Die verbindliche Liste steht bei Google unter developers.google.com/ar/devices, dort auch als CSV. Steht dein Gerät nicht drauf, gibt es keinen Workaround – Zertifizierung lässt sich nicht per Sideload nachrüsten.
Mindestens Android 7.0
Android 7.0 (API-Level 24) ist die Untergrenze, die Google für AR-Required-Apps wie HeatSeek setzt. Für einzelne Geräte schreibt Google in der Geräteliste eine höhere Mindestversion vor; steht dort keine, gilt 7.0.
Die Systemkomponente „Google Play-Dienste für AR“
Paketname com.google.ar.core, früher schlicht „ARCore“. Auf zertifizierten Geräten wird sie normalerweise automatisch installiert und aktualisiert. Google nennt dafür ein Google-Konto, mindestens 1 GB freien Speicher und eine Internetverbindung als Voraussetzung. Bei einer per APK installierten App zieht der Play Store sie nicht automatisch mit – HeatSeek prüft das beim Start selbst und schickt dich bei Bedarf in den Play Store.
Tiefensensor: hilfreich, aber keine Pflicht
Die ARCore Depth API läuft laut Googles eigener Dokumentation unter developers.google.com/ar/develop/depth auf über 88 % der aktiven Geräte (Stand Mai 2026) und funktioniert auch ohne dedizierte Time-of-Flight-Hardware, indem Tiefe aus der Kamerabewegung berechnet wird. Geräte mit ToF-Sensor liefern schneller und genauer. Ohne einen solchen Sensor ist die Raumerfassung gröber, aber nutzbar.
Kein iPhone
Für iOS gibt es HeatSeek nicht, und es ist derzeit auch keine iOS-Version geplant.

So prüfst du das in einer Minute

  1. Schnellster Weg: Im Play Store nach „Google Play-Dienste für AR“ suchen. Erscheint die App mit „Installieren“ oder „Aktualisieren“, ist dein Gerät ARCore-fähig. Meldet der Play Store, die App sei mit deinem Gerät nicht kompatibel, ist es das nicht – dann wird HeatSeek nicht laufen.
  2. Über die Einstellungen: Einstellungen → auf dein Profilbild tippen → „Alle Dienste“ → „Datenschutz & Sicherheit“ → „Systemdienste“ → „Google Play-Dienste für AR“. Der genaue Pfad hängt von der Version der Google-Play-Dienste ab und weicht bei manchen Herstellern ab.
  3. Nachschlagen: die offizielle Geräteliste unter developers.google.com/ar/devices.

Auf Geräten ohne Google Play Store, etwa neueren Huawei-Modellen, gibt es keine „Google Play-Dienste für AR“ und damit kein ARCore. Die APK ließe sich installieren, die App würde aber nicht funktionieren.

Status

Die App gibt es noch nicht

HeatSeek ist in Entwicklung. Es existiert derzeit keine installierbare Datei – weder hier noch in einem Store.

  • In Arbeit Woran gearbeitet wird: die Raumerfassung stabil bekommen, die Abdeckung ehrlich berechnen, damit „erfasst“ auch wirklich erfasst heißt, und der Sprachausgabe brauchbare Ortsbezeichnungen beibringen.
  • Offen Ein Erscheinungsdatum nennen wir nicht, solange wir keins halten können. Wo die App später erscheint – hier als APK, im Play Store oder beides – steht ebenfalls noch nicht fest.

Dieser Button ist absichtlich inaktiv. Sobald es eine Datei gibt, steht sie an dieser Stelle – mit Versionsnummer, Datum und SHA-256-Prüfsumme.


Was du heute tun kannst

  1. Prüfen, ob dein Gerät ARCore unterstützt. Wenn nicht, sparst du dir alles Weitere.
  2. Die Installationsanleitung unten einmal lesen. Sie beschreibt den Ablauf vollständig – wenn die Datei da ist, dauert es dann fünf Minuten.
  3. Ein Lesezeichen setzen und in ein paar Wochen wieder vorbeischauen. Das Stand-Datum unten im Fuß zeigt dir, wann sich hier zuletzt etwas geändert hat.

Kein Newsletter, keine Warteliste, kein „Trag dich ein“. Dieser Server liefert nur statische Dateien aus – es gibt schlicht keine Liste, in die du dich eintragen könntest, und wir wollen auch keine E-Mail-Adressen sammeln.

Vorab zum Nachlesen

So wird die Installation ablaufen

HeatSeek wird per Sideload installiert: Du lädst eine APK-Datei herunter und öffnest sie. Android stellt dir dabei mehrere Sicherheitsfragen. Hier steht, welche das sind und was du jeweils tippst. Heute ist das reine Theorie – es gibt noch keine Datei.

  1. 1. APK herunterladen

    Falls die Datei hier erscheint, lädst du sie direkt von dieser Seite. Chrome und jeder andere Browser zeigen beim Download einer APK grundsätzlich eine Warnung im Stil von „Dieser Dateityp kann dein Gerät beschädigen“ – mit „Abbrechen“ und „Trotzdem herunterladen“ beziehungsweise „Behalten“. Diese Warnung erscheint bei jeder APK, egal was drinsteckt, und sagt nichts über HeatSeek aus. Zu jedem Release veröffentlichen wir die SHA-256-Prüfsumme. Wenn du sie vergleichen willst, notiere sie dir vor dem Download.

  2. 2. Nur Samsung: Auto Blocker ausschalten

    Auf Galaxy-Geräten ab One UI 6.0 gibt es „Auto Blocker“. Ist er aktiv, blockiert er jede Installation außerhalb von Play Store und Galaxy Store – auch dann, wenn du die Installationsberechtigung längst erteilt hast. Auf Geräten, die mit One UI 6.1.1 oder neuer ausgeliefert wurden, ist er ab Werk an. Weg: Einstellungen → Sicherheit und Datenschutz → Auto Blocker → ausschalten. Das Gerät verlangt dabei PIN, Muster oder Fingerabdruck. Schalte ihn nach der Installation wieder ein; neuere One-UI-Versionen bieten dafür auch eine zeitlich befristete Pause, etwa 30 Minuten, nach der er sich selbst wieder aktiviert.

  3. 3. APK-Datei öffnen

    Tippe auf die Download-Benachrichtigung, oder öffne die Datei über „Dateien“ beziehungsweise „Eigene Dateien“ im Ordner „Download“. Merk dir, welche App du dafür benutzt: Genau diese App braucht gleich die Installationsberechtigung. Tippst du auf die Chrome-Benachrichtigung, ist es Chrome. Gehst du über den Dateimanager, ist es der Dateimanager.

  4. 4. Berechtigung „Unbekannte Apps installieren“ erteilen

    Android zeigt jetzt einen Dialog wie „Aus Sicherheitsgründen darf dein Telefon derzeit keine unbekannten Apps aus dieser Quelle installieren.“ Tippe auf „Einstellungen“ – du landest direkt beim richtigen Schalter für genau diese eine App. Aktiviere ihn; je nach Android-Version heißt er „Von dieser Quelle zulassen“, „Aus dieser Quelle zulassen“ oder „Dieser Quelle vertrauen“, gemeint ist immer derselbe. Dann mit der Zurück-Geste zurück, die Installation läuft weiter. Seit Android 8.0 gibt es keinen globalen Schalter „Unbekannte Quellen“ mehr: Du erlaubst es immer nur der einen App, mit der du die Datei geöffnet hast.

  5. 5. Play-Protect-Scan durchlaufen lassen

    Google Play Protect kennt HeatSeek nicht, weil die App nicht über den Play Store verteilt wird. Deshalb erscheint der Dialog „App-Scan empfohlen“ mit dem Hinweis, dass Play Protect diese App noch nie gesehen hat, und den Optionen „App scannen“ und „App nicht installieren“. Tippe auf „App scannen“. Dabei werden Informationen über die App zur Prüfung an Google übertragen – dafür brauchst du eine aktive Internetverbindung. Das Ergebnis kommt nach wenigen Sekunden.

  6. 6. Falls trotzdem eine Warnung kommt

    Zeigt Play Protect danach eine Blockade-Meldung wie „Unsichere App blockiert“, kommst du in vielen Fällen über „Mehr Details“ → „Trotzdem installieren“ weiter; aktuelle Android-Versionen verlangen dafür zusätzlich Fingerabdruck oder PIN. Es gibt aber auch harte Blockaden, bei denen „Trotzdem installieren“ komplett fehlt – dann lässt sich die Installation nicht fortsetzen. Deaktiviere Play Protect nicht, um das zu umgehen. Wenn das bei HeatSeek passiert, ist das unser Problem, nicht deins: Dann klären wir das mit Google.

  7. 7. Installieren und öffnen

    Tippe auf „Installieren“. Nach ein paar Sekunden erscheint „App wurde installiert“ mit den Optionen „Fertig“ und „Öffnen“.

  8. 8. Kamera-Berechtigung erteilen

    Beim ersten Start fragt HeatSeek nach Zugriff auf die Kamera. Ohne Kamera kann ARCore den Raum nicht erfassen – das ist die einzige Berechtigung, die die App zwingend braucht. Wähle „Während der Nutzung der App“. Die Kamera-Berechtigung ist eine normale Laufzeitberechtigung und von den „eingeschränkten Einstellungen“ für Sideload-Apps nicht betroffen; du musst dafür nichts freischalten.

  9. 9. „Google Play-Dienste für AR“ sicherstellen

    HeatSeek setzt auf ARCore und braucht dafür die Systemkomponente „Google Play-Dienste für AR“. Auf zertifizierten Geräten wird sie normalerweise automatisch installiert und aktualisiert. Bei einer per APK installierten App zieht der Play Store sie aber nicht automatisch mit – HeatSeek fordert dich beim ersten Start gegebenenfalls auf, sie zu installieren, und schickt dich dafür in den Play Store. Das ist kein Fehler, sondern der reguläre Ablauf beim Sideload. Prüfen kannst du es auch selbst: Einstellungen → auf dein Profilbild tippen → „Alle Dienste“ → „Datenschutz & Sicherheit“ → „Systemdienste“ → „Google Play-Dienste für AR“. Für die Installation verlangt Google mindestens 1 GB freien Speicher.

  10. 10. Berechtigung wieder entziehen (optional, aber sinnvoll)

    Wenn du fertig bist, nimm der App, mit der du die APK geöffnet hast, die Installationsberechtigung wieder weg: Einstellungen → Apps → Spezieller App-Zugriff → Unbekannte Apps installieren → [Browser oder Dateimanager] → Schalter aus. Android merkt sich die Erlaubnis sonst dauerhaft. Auf Samsung-Geräten zusätzlich Auto Blocker wieder einschalten.


Menüpfade nach Gerät – nur als Rückfallebene

Der zuverlässigste Weg ist der Systemdialog aus Schritt 4: Er springt auf jedem Gerät direkt an die richtige Stelle. Die Menüs heißen je nach Hersteller anders – „Spezieller App-Zugriff“ bei Stock-Android, „Spezieller Zugriff“ bei Samsung, „Spezielle Berechtigungen“ bei Xiaomi, in manchen Übersetzungen auch „Installieren unbekannter Apps“ statt „Unbekannte Apps installieren“. Falls du den Punkt doch manuell suchst:

Android 8.0 (Oreo) bis Android 11
Einstellungen → Apps & Benachrichtigungen → Erweitert → Spezieller App-Zugriff → Unbekannte Apps installieren → [App auswählen, z. B. Chrome] → „Von dieser Quelle zulassen“ aktivieren. Ab Android 8.0 gibt es keinen globalen Schalter „Unbekannte Quellen“ mehr; die Erlaubnis gilt pro App. Die Menübezeichnungen wechseln in diesem Versionsbereich mehrfach („Apps & Benachrichtigungen“ oder „Apps“), der Punkt heißt aber immer „Spezieller App-Zugriff“.
Android 12 bis Android 17 (Stock-Android, Google Pixel)
Einstellungen → Apps → Spezieller App-Zugriff → Unbekannte Apps installieren → [App auswählen] → Schalter aktivieren. Aktuell (August 2026) ist Android 17 die Stable-Version; am Pfad hat sich gegenüber Android 13 bis 16 nichts geändert. Auf manchen Geräten liegt „Spezieller App-Zugriff“ hinter dem Drei-Punkte-Menü oder unter „Erweitert“.
Samsung Galaxy (One UI, Android 13–16)
Einstellungen → Apps → ⋮ (Drei-Punkte-Menü oben rechts) → Spezieller Zugriff → Unbekannte Apps installieren → [App auswählen] → aktivieren. Auf vielen One-UI-Versionen gibt es alternativ: Einstellungen → Biometrische Daten und Sicherheit → Unbekannte Apps installieren. Welcher der beiden Wege existiert, hängt von der One-UI-Version ab.
Samsung mit Auto Blocker (One UI 6.0 und neuer)
Einstellungen → Sicherheit und Datenschutz → Auto Blocker → ausschalten (Gerät verlangt PIN, Muster oder Biometrie). Auf Geräten, die mit One UI 6.1.1 oder neuer ausgeliefert wurden, ist Auto Blocker ab Werk aktiv. Er blockiert die Installation aus allen Quellen außer Play Store und Galaxy Store – unabhängig davon, ob du „Unbekannte Apps installieren“ erlaubt hast. Zu sehen bekommst du nur eine nichtssagende Meldung, dass die App nicht installiert werden kann.
Xiaomi, Redmi, POCO (HyperOS und MIUI)
Einstellungen → Datenschutz (oder „Datenschutz & Sicherheit“) → Spezielle Berechtigungen → Unbekannte Apps installieren → [App auswählen] → aktivieren. Alternativ: Einstellungen → Apps → Apps verwalten → ⋮ → Spezieller App-Zugriff. Der genaue Pfad unterscheidet sich zwischen MIUI 14, HyperOS 1 und HyperOS 2/3; beide Wege kommen in der Praxis vor. Xiaomi schiebt zusätzlich einen eigenen Sicherheitsscan dazwischen und zeigt teilweise einen Countdown, bevor der Installieren-Button anklickbar wird.
Android 13 und neuer: „Eingeschränkte Einstellungen“
Für HeatSeek irrelevant, aber der Vollständigkeit halber: Die eingeschränkten Einstellungen blockieren weder die Berechtigung „Unbekannte Apps installieren“ noch den Kamerazugriff. Sie sperren für per Sideload installierte Apps besonders sensible Sonderrechte – ab Android 13 Bedienungshilfen und Benachrichtigungszugriff, ab Android 15 über den „Enhanced Confirmation Mode“ zusätzlich unter anderem Geräteadministrator, Einblendung über anderen Apps und Nutzungsdatenzugriff. Du siehst dann „Aus Sicherheitsgründen ist diese Einstellung derzeit nicht verfügbar“. HeatSeek braucht keines dieser Rechte, nur die Kamera. Freischalten würdest du es über: App-Info → ⋮ → „Eingeschränkte Einstellungen zulassen“.
Android 15 und neuer: nicht während eines Telefonats
Die Berechtigung „Unbekannte Apps installieren“ lässt sich während eines aktiven Anrufs nicht erteilen. Das ist eine bewusste Maßnahme gegen Betrüger, die ihre Opfer am Telefon durch eine Installation lotsen. Der Dialog verweigert die Freigabe kommentarlos: auflegen, dann geht es.
Ausblick: Entwickler-Verifizierung (Stand 13. August 2026)
Google führt eine Verifizierung von Entwicklern ein. Die Durchsetzung startet am 30. September 2026 – ausschließlich in Brasilien, Indonesien, Singapur und Thailand und dort zunächst nur für teilnehmende App-Stores, nicht für Sideloading. Im deutschsprachigen Raum ändert sich zu diesem Datum nichts. Die weltweite Ausweitung ist für 2027 angekündigt; ab dann sollen Apps nicht verifizierter Entwickler auf zertifizierten Geräten nur noch über einen Sonderweg installierbar sein (Entwickleroptionen aktivieren, Bestätigung, dass niemand dich anleitet, Neustart und erneute Anmeldung, 24 Stunden Wartezeit, Biometrie oder PIN, Freischaltung für 7 Tage oder dauerhaft) oder per ADB. Die Systemkomponente „Android Developer Verifier“ wird seit Mitte 2026 ausgerollt, erzwingt aber noch nichts. Das ist der einzige Punkt auf dieser Seite, der sich absehbar ändern wird – wir prüfen ihn regelmäßig und datieren ihn.

Wo es typischerweise hakt

  • Berechtigung der falschen App erteilt: Du erlaubst es Chrome, öffnest die APK aber über den Dateimanager – dann kommt die Warnung erneut. Die Erlaubnis gilt seit Android 8 immer nur für die App, die den Installationsvorgang startet.
  • Samsung Auto Blocker übersehen: die häufigste Ursache für „App kann nicht installiert werden“ auf Galaxy-Geräten. Die Fehlermeldung nennt Auto Blocker nicht beim Namen, und die Installationsberechtigung ist längst erteilt – trotzdem geht nichts.
  • Veraltete Anleitungen: Sehr viele Ratgeber beschreiben noch den globalen Schalter unter Einstellungen → Sicherheit → „Unbekannte Quellen“. Den gibt es seit Android 8.0 aus dem Jahr 2017 nicht mehr.
  • „Eingeschränkte Einstellungen“ falsch verstanden: Sie betreffen Bedienungshilfen, Benachrichtigungszugriff und ab Android 15 weitere Sonderrechte – nicht die Kamera und nicht die Installationsberechtigung. Für HeatSeek spielt der Punkt keine Rolle.
  • Aktives Telefonat: Ab Android 15 lässt sich die Installationsberechtigung während eines Anrufs nicht erteilen. Auflegen und neu versuchen.
  • Kein Internet beim Play-Protect-Scan: Der Dialog „App-Scan empfohlen“ schickt Daten an Google. Ohne Verbindung hängt der Vorgang oder bricht ab. Für die Installation selbst brauchst du kein Netz, für den Scan schon.
  • Harte Play-Protect-Blockade: Fehlt im Warndialog der Punkt „Trotzdem installieren“, ist die App hart blockiert und die Installation nicht durchführbar. Das ist kein Bedienfehler.
  • Ältere gleichnamige Version installiert: Liegt schon eine HeatSeek-Version mit anderem Signaturschlüssel auf dem Gerät, scheitert die Installation mit „App nicht installiert“. Dann muss die alte Version erst deinstalliert werden.
  • Xiaomi-Eigenheiten: HyperOS und MIUI schieben einen eigenen Sicherheitsscan dazwischen und blenden teilweise einen Countdown ein, bevor „Installieren“ anklickbar wird. Nicht abbrechen, einfach warten. Außerdem taucht eine App in der Liste „Unbekannte Apps installieren“ oft erst auf, nachdem sie einmal eine Installation versucht hat.
  • Gerät ohne Google-Dienste: Ohne Play Store gibt es keine „Google Play-Dienste für AR“ und damit kein ARCore. Die APK ließe sich installieren, die App würde nicht funktionieren.
  • Zu wenig Speicherplatz: Die „Google Play-Dienste für AR“ verlangen laut Google mindestens 1 GB frei. Auf vollen Geräten scheitert die Nachinstallation.
  • Dienst- oder Kindergerät: Auf Telefonen mit Arbeitsprofil oder MDM-Verwaltung, auf Kinderkonten mit Family Link und bei eingeschränkten Nutzerprofilen kann die Berechtigung „Unbekannte Apps installieren“ vom Administrator komplett gesperrt sein. Dann führt kein Weg über die Einstellungen – da hilft nur der Geräteadministrator.

Was du dabei in Kauf nimmst

  • Sideloading heißt: Du umgehst die Prüfmechanismen des Play Store und verlässt dich stattdessen darauf, dass wir vertrauenswürdig sind. Das ist eine bewusste Entscheidung. Wir veröffentlichen zu jedem Release eine SHA-256-Prüfsumme, damit du überprüfen kannst, dass die heruntergeladene Datei die ist, die wir gebaut haben.
  • Schalte Google Play Protect nicht ab, um HeatSeek zu installieren. Der beschriebene Ablauf funktioniert mit aktivem Play Protect.
  • Eine per APK installierte App bekommt keine automatischen Updates über den Play Store. Neue Versionen lädst du dort herunter, wo die erste herkam, und installierst sie drüber.
  • Auf Samsung-Geräten gilt: Wenn du Auto Blocker ausschaltest, ist er aus – für alle Apps, dauerhaft, bis du ihn wieder einschaltest. Vergiss den Schritt zurück nicht.
  • Und noch einmal, weil es auch in einer Installationsanleitung gilt: HeatSeek findet deinen Gegenstand nicht. Die App merkt sich, welche Bereiche deines Raums du beim Suchen schon mit der Kamera erfasst hast, und sagt dir, wo du noch nicht warst.

Fragen

Was du dich jetzt wahrscheinlich fragst

Warum nicht einfach einen Bluetooth-Tracker an den Schlüssel kleben?

Mach das ruhig – für den Schlüsselbund ist ein Tracker gut. Er beantwortet aber nur die Frage „Ist das Ding in der Nähe?“, und das nur für die Gegenstände, an denen einer klebt. An deiner Brille, der Fernbedienung, dem Portemonnaie in der Jackentasche und dem Ladekabel klebt keiner, und für jeden weiteren zahlst du wieder. Dazu kennst du den Moment, in dem das Handy „in diesem Raum“ anzeigt und du trotzdem zehn Minuten dastehst: Der Tracker löst die Distanz. Die letzten drei Meter suchst du weiter selbst ab – HeatSeek merkt sich dabei, welche Stellen du schon hattest, und zwar für alles im Raum, ohne dass du vorher etwas ankleben musst.

Schickt die App Bilder meiner Wohnung ins Internet?

Nein. Die Kamerabilder werden auf dem Gerät ausgewertet, und das daraus gebaute Raummodell bleibt dort. Es gibt keinen Upload, keinen Account und keine Cloud-Synchronisierung. Das ist keine Formulierung aus einer Datenschutzerklärung, sondern die Bauweise: HeatSeek braucht deinen Grundriss lokal und in Echtzeit, ein Server hätte davon nichts. Auch diese Website lädt nichts von fremden Servern nach, setzt keine Analyse-Cookies und speichert genau zwei Dinge in deinem Browser: deine Sprachwahl und dein Farbschema.

Warum ist das nicht im Play Store?

Weil es die App noch nicht gibt. Sie ist in Entwicklung, es existiert derzeit keine installierbare Datei – weder hier noch in einem Store. Wo und wann sie erscheint, steht noch nicht fest. Wir schreiben das lieber so hin, als hier einen Download-Button zu platzieren, der in Wahrheit auf eine Warteliste führt.

Funktioniert das auf meinem alten Handy?

Möglicherweise nicht. HeatSeek setzt Android mit ARCore-Unterstützung voraus; Google pflegt dafür eine Geräteliste, und ältere oder sehr günstige Modelle stehen oft nicht darauf. Hat dein Gerät einen Tiefensensor, wird die Raumerfassung deutlich genauer. Ohne läuft es über Kamera und Bewegungssensoren – das funktioniert, ist aber ungenauer, vor allem bei schlechtem Licht, in dunklen Ecken und vor großen einfarbigen Flächen wie einer weißen Wand. Für iPhones gibt es die App nicht.

Die App findet meinen Schlüssel also gar nicht – was bringt sie mir dann?

Sie beseitigt den Fehler, der dich die Zeit kostet. Meistens liegt der Gegenstand im Raum, du hast nur nie dorthin gesehen: hinter der Couch, unter dem Bett, auf dem Kühlschrank, im Schuhregal. HeatSeek ist für die Suche das, was eine abgehakte Liste für den Einkauf ist – es merkt sich, was erledigt ist, damit du nicht zum vierten Mal denselben Küchentisch abräumst. Und wenn der Gegenstand wirklich nicht hier ist, bekommst du etwas, das du sonst nie hast: die begründete Gewissheit, dass dieser Raum vollständig abgesucht ist, und kannst im nächsten weitersuchen.

Ich muss den Raum vorher scannen? Bis dahin habe ich den Schlüssel längst gefunden.

Der Scan ist einmalig pro Raum, nicht pro Suche. Sinnvoll ist er für die zwei, drei Räume, in denen dir tatsächlich Dinge abhandenkommen: Flur, Wohnzimmer, Schlafzimmer. Ehrlich gesagt: Wenn du HeatSeek erst installierst, während du schon suchst, hilft es dir bei dieser einen Suche nicht. Es ist eine Vorbereitung, kein Notfallknopf.

Woher will die App wissen, ob ich unter das Sofa geschaut habe – oder nur davorstand?

Sie weiß, welche Flächen des Raummodells von deiner Kameraposition aus tatsächlich sichtbar waren. Der Bereich unter dem Sofa gilt erst als erfasst, wenn du das Telefon so hältst, dass dort hineingesehen wird. Was verdeckt bleibt, bleibt rot – das ist der ganze Punkt. Was die App nicht wissen kann: ob du dabei aufmerksam warst. Sie protokolliert die Abdeckung deiner Kamera, nicht die deiner Aufmerksamkeit. An dieser Stelle ist die Kamera aber das ehrlichere Gedächtnis von euch beiden.

Was passiert, wenn ich Möbel umstelle oder umziehe?

Dann stimmt das gespeicherte Raummodell nicht mehr, und du scannst den Raum neu. Der Scan dauert weniger lang als eine erfolglose Suche. Kleinere Veränderungen – ein verschobener Stuhl, ein neuer Stapel Zeitungen – verkraftet das Modell, größere Umbauten nicht.

Eine APK von einer fremden Website installieren – ist das nicht riskant?

Die Frage ist berechtigt, und heute stellt sie sich nicht, weil es keine Datei gibt. Sobald es eine gibt, findest du hier die SHA-256-Prüfsumme und die Signatur dazu, damit du überprüfen kannst, dass du wirklich genau diese Datei bekommen hast. Sideloading bedeutet außerdem, dass du einer App – deinem Browser oder deinem Dateimanager – erlaubst, unbekannte Apps zu installieren. Diese Erlaubnis solltest du danach wieder entziehen. Wer das grundsätzlich nicht möchte, wartet besser auf eine Store-Veröffentlichung; die können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht zusagen.

Was wird HeatSeek kosten?

Wissen wir noch nicht. Fest steht nur, was nicht kommt: keine Werbung, kein Abo für Funktionen, die vorher da waren, und kein Geschäftsmodell, das auf deinen Daten aufbaut – dafür verlassen sie dein Telefon schlicht nicht. Sobald es eine Entscheidung gibt, steht sie hier.