Android-App mit ARCore · in Entwicklung

Das Problem ist nicht, dass du zu wenig suchst. Sondern dass du immer dasselbe absuchst.

Bildschirmfoto von HeatSeek: Der Raum „Wohnzimmer“ ist zu 42 Prozent abgesucht. Auf dem Grundriss sind die erfassten Bereiche eingefärbt, darüber steht die Ansage ‚Unter dem Sofa hast du noch nicht nachgesehen.‘
Bildschirmfoto aus der laufenden App, Version 0.2.0-beta. Keine Montage, kein Rendering. Die Karte zeigt Beispieldaten – deshalb steht der gelbe Hinweis im Bild.

HeatSeek färbt beim Suchen live ein, wo du schon warst. Was rot bleibt, hast du noch nicht angeschaut.

Version 0.2.0-beta ist hier zu laden. Sie erfasst den Raum, färbt die Abdeckung ein und zeigt einen Suchtipp – gesprochene Ansagen und Objekterkennung fehlen noch.

Das eigentliche Problem

Du suchst nicht zu wenig. Du suchst dreimal dieselbe Stelle ab.

Wenn etwas weg ist, läuft immer derselbe Ablauf: Du gehst die Orte ab, an denen das Ding normalerweise liegt. Findest du es dort nicht, gehst du sie noch einmal ab. Und dann noch einmal.

  • Zum dritten Mal denselben Küchentisch abräumen.
  • Zum vierten Mal in dieselbe Jackentasche greifen.
  • Die Schale im Flur anheben, obwohl du sie schon zweimal angehoben hast.

Dabei entsteht keine Fläche. Zwei Quadratmeter Wohnung werden gründlich durchsucht, der Rest bleibt unberührt: hinter der Couch, unter dem Bett, auf dem Kühlschrank, im Schuhregal, unter dem Zeitungsstapel.

Der Grund ist nicht Faulheit. Dir fehlt schlicht das Gedächtnis dafür, wo du in den letzten zehn Minuten schon hingesehen hast. Beim Einkaufen löst eine Liste dieses Problem. Beim Suchen hat bisher niemand mitgeschrieben.


Genau das macht HeatSeek: Es schreibt mit.

Drei Schritte

So funktioniert's

Kein Vorlauf, keine Einrichtung. Das Raummodell entsteht aus der Bewegung, die beim Suchen ohnehin passiert.

  1. Schritt 1

    Losgehen – die App misst ab dem ersten Bild

    Es gibt keinen Scan-Schritt, den du abwarten müsstest. Du hältst das Telefon und fängst an zu suchen; ARCore baut das Modell der Flächen nebenbei aus derselben Bewegung auf. Anfangs ist die Karte deshalb klein und wächst mit – das ist kein Ladevorgang, sondern das ehrliche Bild dessen, was die Kamera bis jetzt gesehen hat.

  2. Schritt 2

    Suchen – die App färbt mit

    Beim Suchen hältst du das Telefon in der Hand. Alles, was deine Kamera dabei tatsächlich erfasst, kühlt auf dem Grundriss ab. Was du auslässt, bleibt rot. Du siehst jederzeit, wie viel vom Raum wirklich abgesucht ist.

  3. Schritt 3

    Den Suchtipp lesen

    Zum eingetippten Suchbegriff blendet die App einen kurzen Hinweis ein, wo so ein Gegenstand erfahrungsgemäß landet. Er wird angezeigt, nicht gesprochen – eine Sprachausgabe ist geplant, aber noch nicht gebaut.


Kein Konto, keine Registrierung, kein Vorlauf. Raumerfassung und Karte laufen vollständig auf dem Telefon; nur der optionale Suchtipp fragt kurz einen Server – siehe Datenschutz.

Die Heatmap

Rot heißt nicht „hier liegt es“

Im Alltagsspiel bedeutet „heiß“, dass du nah dran bist. Hier ist es genau umgekehrt, und das ist der wichtigste Satz auf dieser Seite.

Rot / warm

Hier hast du noch nicht nachgesehen. Diese Fläche war seit Beginn der Suche nicht im Blickfeld deiner Kamera.

Kühl / transparent

Erledigt. Diese Fläche war sichtbar erfasst – du kannst sie abhaken und musst nicht zurück.


Die App bewertet nicht, wo dein Schlüssel liegen könnte. Sie kennt deinen Schlüssel gar nicht. Sie protokolliert nur Abdeckung: welche Flächen des Raummodells von deiner Kameraposition aus sichtbar waren.

Der Bereich unter dem Sofa gilt erst als erfasst, wenn du das Telefon so hältst, dass dort hineingesehen wird. Davorstehen reicht nicht. Was verdeckt bleibt, bleibt rot.

Am Ende hast du etwas, das du sonst nie hast: eine begründete Antwort auf die Frage, ob dieser Raum wirklich vollständig abgesucht ist.


Zum Ausprobieren

Fahr mit dem Finger oder der Maus über den Grundriss. So verhält sich die Einfärbung, wenn du mit der Kamera durch den Raum gehst.

Abgesucht 0 %

Vereinfachte Darstellung zur Erklärung der Farblogik. Kein Screenshot, kein Video der App.

Suchtipp

Sie zeigt dir die Lücken – und einen Tipp, wo du zuerst nachsiehst

Die Karte zeigt, wo du noch nicht warst. Der Suchtipp ergänzt sie um das, was die Karte nicht wissen kann: wo so ein Gegenstand üblicherweise liegt.

„Zwischen den Sitzkissen vom Sofa.“

„Auf der Kommode im Flur oder darunter.“

„In der unteren Schublade vom Kleiderschrank.“

Beispielausgabe


So sehen echte Vorschläge aus. Sie kommen von einem Sprachmodell, das auf unserem eigenen Server läuft, und werden von einem festen Möbel-Wortschatz begrenzt, damit keine Fantasiewörter entstehen. Nennt die App einen Ort, merkt sie ihn sich und schlägt beim nächsten Mal einen anderen vor.

Was der Tipp ausdrücklich nicht ist: eine Ortung. Die App sieht deinen Schlüssel nicht und weiß nicht, wo er liegt. Sie kombiniert zwei Dinge, die sie wirklich hat – die Lücken in deiner eigenen Suche und Erfahrungswerte darüber, wo solche Gegenstände landen.

Der Suchtipp ist optional: ohne Netz oder bei abgeschaltetem Server bleibt er einfach weg, und die Karte funktioniert unverändert weiter. Eine gesprochene Ausgabe ist geplant und in dieser Version nicht enthalten.

Datenschutz

Der Grundriss deiner Wohnung bleibt auf deinem Telefon

Eine App, die deine Wohnung mit der Kamera erfasst und daraus einen Grundriss baut, muss diese Frage von selbst beantworten. Hier ist die Antwort, in prüfbaren Sätzen.

Bilder und Raumgeometrie bleiben auf dem Gerät

Kamerabilder und Tiefendaten werden ausschließlich auf dem Telefon ausgewertet, das Raummodell entsteht und bleibt dort. Es gibt keinen Bild-Upload und keine Cloud-Synchronisierung deines Grundrisses. Das ist keine Formulierung aus einer Datenschutzerklärung, sondern die Bauweise: HeatSeek braucht das Modell lokal und in Echtzeit. Für den optionalen Suchtipp verlässt reiner Text das Gerät – welcher genau, steht weiter unten.

Kein Konto

Keine Registrierung, keine E-Mail-Adresse, kein Login. Du installierst die App und benutzt sie.

Keine Werbe-ID, kein Tracking

Die App fragt keine Werbe-ID ab, bindet keine Analyse-SDKs ein und meldet niemandem, wie oft oder wie lange du suchst.

Zwei Berechtigungen: Kamera und Internet

Kein Standort, keine Kontakte, kein Zugriff auf deine Fotos, kein Mikrofon. Die Kamera-Berechtigung erteilst du mit „Während der Nutzung der App“ – im Hintergrund passiert nichts. Internet kam mit Version 0.2.0 dazu, und zwar für genau eine Sache: den Suchtipp. Was dabei übertragen wird, steht unten.

Auch diese Website lädt nichts nach

Statisches HTML von einem Server. Keine externen Schriften, keine Skripte von fremden Domains, keine Analyse-Cookies, kein Consent-Banner, weil es nichts zu erlauben gibt. Gespeichert werden in deinem Browser genau zwei Dinge: deine Sprachwahl und dein Farbschema. Kein Cookie, keine Kennung, nichts davon verlässt dein Gerät.


Prüfbar an der Beta: Flugmodus an, HeatSeek läuft trotzdem – die Raumerfassung und die Karte sind vollständig offline, es fehlt dann nur der Suchtipp.

Was beim Suchtipp das Gerät verlässt – und was nicht

Seit Version 0.2.0 kann die App einen Tipp anzeigen, wo ein bestimmter Gegenstand erfahrungsgemäß liegt. Dafür fragt sie ein Sprachmodell. Das läuft nicht bei OpenAI, Google oder Anthropic, sondern auf demselben Server, der diese Seite ausliefert – ein selbst betriebenes Ollama, erreichbar nur über HTTPS und nur über drei freigegebene Endpunkte.

Übertragen wird ausschließlich Text, und zwar dieser: der Suchbegriff, den du selbst eingetippt hast, zwei Flächenzahlen in Quadratmetern und die Orte, die schon vorgeschlagen wurden. Das ist alles.

Kamerabilder, Tiefendaten, das Raummodell und deine Position werden nicht übertragen – nicht als Einstellung, die man umlegen könnte, sondern weil es im Code keinen Pfad dafür gibt: Die Netzwerkschicht der App kennt diese Datentypen nicht.

Gespeichert wird auf dem Server nichts davon dauerhaft. Es gibt kein Nutzerkonto, keine Kennung und nichts, was zwei Anfragen einander zuordnen könnte. Im Zugriffsprotokoll des Webservers steht wie überall die IP-Adresse. Fällt der Server aus oder bist du offline, verschwindet nur der Tipp; die App wartet nicht auf ihn und funktioniert unverändert weiter.

Ehrlichkeit

Was HeatSeek nicht kann

Fünf Dinge, die du wissen solltest, bevor du dir etwas anderes vorstellst.

Das macht HeatSeek

  • Losgehen – die App misst ab dem ersten Bild
  • Suchen – die App färbt mit
  • Den Suchtipp lesen
  • Kein Konto

Das macht HeatSeek nicht

  • Sie findet deinen Schlüssel nicht
  • Sie erkennt keine Objekte
  • Sie sieht nicht in geschlossene Schubladen
  • Die Genauigkeit hängt vom Gerät ab

  1. Sie findet deinen Schlüssel nicht

    HeatSeek ortet keine Gegenstände und zeigt dir nicht, wo etwas liegt. Es gibt keinen Pfeil, der irgendwohin zeigt. Die App verwaltet ausschließlich deine Suche – gefunden wird von dir.

  2. Sie erkennt keine Objekte

    Die App unterscheidet nicht zwischen Schlüssel, Fernbedienung und Kabelsalat. Sie sagt dir nie „da liegt deine Brille“. Sie kennt nur Flächen und deren Abdeckung.

  3. Sie sieht nicht in geschlossene Schubladen

    Kein Röntgenblick. Was in Schubladen, Schränken, Taschen oder unter einer Decke liegt, sieht die Kamera nicht – und damit auch die App nicht. Sie kann dir nur sagen, dass du die Schublade nicht geöffnet hast. Öffnen musst du sie selbst.

  4. Die Genauigkeit hängt vom Gerät ab

    Mit Tiefensensor wird das Raummodell deutlich präziser. Ohne läuft es über Kamera und Bewegungssensoren – das funktioniert, ist aber ungenauer, besonders bei schlechtem Licht, in dunklen Ecken und vor großen einfarbigen Flächen wie einer weißen Wand. Die Grenzen zwischen Rot und Kühl sind dann grober.

  5. Die erste Version ist eine Beta

    Die App ist in Entwicklung. Was hier steht, ist Version 0.2.0-beta: mit Abstürzen, mit Abdeckung, die manchmal danebenliegt, und ohne die Sprachausgabe, die weiter oben beschrieben ist. Wir schreiben das lieber hier hin, als dich es selbst herausfinden zu lassen.


Was bleibt, ist trotzdem der Punkt, an dem die meisten Suchen scheitern: HeatSeek zeigt dir, welche Stellen du bisher ausgelassen hast – und macht damit sichtbar, wie vollständig ein Raum wirklich abgesucht ist.

Voraussetzungen

Ob dein Telefon das kann

HeatSeek setzt ARCore voraus. Drei Dinge müssen zusammenkommen.

Ein ARCore-zertifiziertes Android-Gerät
Google zertifiziert Geräte einzeln, weil ARCore auf Kameraqualität, Bewegungssensoren und Rechenleistung angewiesen ist. Das Gerät muss ab Werk mit dem Google Play Store ausgeliefert worden sein. Die verbindliche Liste steht bei Google unter developers.google.com/ar/devices, dort auch als CSV. Steht dein Gerät nicht drauf, gibt es keinen Workaround – Zertifizierung lässt sich nicht per Sideload nachrüsten.
Mindestens Android 7.0
Android 7.0 (API-Level 24) ist die Untergrenze, die Google für AR-Required-Apps wie HeatSeek setzt. Für einzelne Geräte schreibt Google in der Geräteliste eine höhere Mindestversion vor; steht dort keine, gilt 7.0.
Die Systemkomponente „Google Play-Dienste für AR“
Paketname com.google.ar.core, früher schlicht „ARCore“. Auf zertifizierten Geräten wird sie normalerweise automatisch installiert und aktualisiert. Google nennt dafür ein Google-Konto, mindestens 1 GB freien Speicher und eine Internetverbindung als Voraussetzung. Bei einer per APK installierten App zieht der Play Store sie nicht automatisch mit – HeatSeek prüft das beim Start selbst und schickt dich bei Bedarf in den Play Store.
Tiefensensor: hilfreich, aber keine Pflicht
Die ARCore Depth API läuft laut Googles eigener Dokumentation unter developers.google.com/ar/develop/depth auf über 88 % der aktiven Geräte (Stand Mai 2026) und funktioniert auch ohne dedizierte Time-of-Flight-Hardware, indem Tiefe aus der Kamerabewegung berechnet wird. Geräte mit ToF-Sensor liefern schneller und genauer. Ohne einen solchen Sensor ist die Raumerfassung gröber, aber nutzbar.
Kein iPhone – obwohl die Hardware dort besser wäre
Für iOS gibt es HeatSeek nicht, und es ist derzeit auch keine iOS-Version geplant. Das ist eine Entscheidung über den Aufwand, nicht über die Technik: Ausgerechnet auf dem iPhone wäre die Raumerfassung genauer. Warum, steht im nächsten Abschnitt.

So prüfst du das in einer Minute

  1. Schnellster Weg: Im Play Store nach „Google Play-Dienste für AR“ suchen. Erscheint die App mit „Installieren“ oder „Aktualisieren“, ist dein Gerät ARCore-fähig. Meldet der Play Store, die App sei mit deinem Gerät nicht kompatibel, ist es das nicht – dann wird HeatSeek nicht laufen.
  2. Über die Einstellungen: Einstellungen → auf dein Profilbild tippen → „Alle Dienste“ → „Datenschutz & Sicherheit“ → „Systemdienste“ → „Google Play-Dienste für AR“. Der genaue Pfad hängt von der Version der Google-Play-Dienste ab und weicht bei manchen Herstellern ab.
  3. Nachschlagen: die offizielle Geräteliste unter developers.google.com/ar/devices.

Auf Geräten ohne Google Play Store, etwa neueren Huawei-Modellen, gibt es keine „Google Play-Dienste für AR“ und damit kein ARCore. Die APK ließe sich installieren, die App würde aber nicht funktionieren.


Warum ein iPhone Pro den Raum genauer vermisst

Es lohnt sich, den Unterschied zu kennen – er erklärt, warum HeatSeek auf manchen Geräten feiner arbeitet als auf anderen. Entscheidend ist eine einzige Frage: Misst das Gerät die Tiefe, oder rechnet es sie sich aus?

Vergleich der Tiefenerfassung nach Gerät
Gerät Tiefenerfassung Was das für HeatSeek heißt
iPhone Pro und Pro Max, ab iPhone 12 Pro LiDAR-Scanner auf der Rückseite. Ein Laufzeitverfahren: Das Gerät sendet Lichtimpulse aus und misst, wann sie zurückkommen. Wäre die genaueste Grundlage – Tiefe auch bei schwachem Licht und vor einfarbigen Wänden. Wird von HeatSeek nicht genutzt, weil es keine iOS-Fassung gibt.
Alle iPhones, Frontkamera TrueDepth: ein projiziertes Punktemuster (strukturiertes Licht) für Face ID. Für die Raumerfassung unbrauchbar. Sie zeigt nach vorn, hat wenige Zentimeter bis etwa einen Meter Reichweite und ist auf Gesichter ausgelegt.
Samsung Galaxy S25 und S26 Kein aktiver Tiefensensor. Samsung hat die ToF-Hardware nach dem Galaxy S20 Ultra fallen lassen. Tiefe wird aus Kamerabewegung und mehreren Objektiven berechnet. Funktioniert gut, ist aber eine Schätzung – in dunklen Ecken und vor glatten weißen Wänden wird sie unsicher.
Übrige Android-Geräte ARCore Depth API, rein rechnerisch aus der Bewegung. Der Normalfall, und der Fall, für den HeatSeek gebaut ist. Ohne Tiefendaten arbeitet die App weiter und schätzt Verdeckungen – die Karte wird gröber, nicht falsch.

Daraus folgt die Entwurfsentscheidung, die diese App prägt: HeatSeek verlässt sich nie darauf, die Form eines Gegenstands zu erkennen.

Dafür reicht die Tiefenauflösung auf Android-Hardware nicht aus – eine Weinflasche zuverlässig an ihrer Kontur zu erkennen, ist damit nicht machbar, und wir bauen keine Funktion, die auf einer Wette beruht. Die App arbeitet stattdessen mit Flächen, Höhenbändern und Sichtbarkeit: Sie bewertet, welche Bereiche deine Kamera in ausreichender Auflösung und ohne Verwischung erfasst hat. Das funktioniert auf jedem ARCore-Gerät – auch auf einem ohne Tiefensensor.

Für iOS würde sich der Aufwand anders rechnen: Dort liefert der LiDAR-Scanner ein echtes Mesh, und Verdeckungen wären gemessen statt geschätzt. Eine iOS-Fassung ist deshalb technisch reizvoll, aber sie wäre eine zweite App mit eigenem Framework, nicht ein Haken in den Einstellungen. Solange die Android-Fassung nicht fertig ist, wäre jede Zusage dazu unseriös.

Status

Es gibt eine erste Beta

Version 0.2.0-beta ist hier als APK zu laden. Sie erfasst den Raum und zeigt die Abdeckung – sie ist ausdrücklich unfertig, und was fehlt, steht darunter.

  • Fehlt noch Was diese Beta noch nicht kann: Sie sagt nichts. Die Sprachausgabe ist nicht gebaut, und die Objekterkennung ist zwar eingebaut, aber noch nicht mit der Kamera verbunden. Was sie kann, ist den Raum erfassen und einfärben, wo du schon warst.
  • Offen Ein Erscheinungsdatum für eine fertige Fassung nennen wir nicht, solange wir keins halten können. Ob die App später auch in den Play Store kommt, steht ebenfalls nicht fest.

Dieser Button wird erst freigeschaltet, wenn die Datei geprüft ist – mit Versionsnummer, Datum und SHA-256-Prüfsumme.


Was du heute tun kannst

  1. Prüfen, ob dein Gerät ARCore unterstützt. Wenn nicht, sparst du dir alles Weitere.
  2. Die Installationsanleitung unten einmal lesen. Sie beschreibt den Ablauf vollständig, vom Warnhinweis deines Browsers bis zur Kamera-Berechtigung – mit ihr dauert die Installation etwa fünf Minuten.
  3. Die APK oben laden, die SHA-256-Prüfsumme vergleichen und die Beta ausprobieren. Rechne dabei mit den Lücken, die weiter oben stehen: Sie sagt nichts und erkennt keine Objekte.

Kein Newsletter, keine Warteliste, kein „Trag dich ein“. Dieser Server liefert nur statische Dateien aus – es gibt schlicht keine Liste, in die du dich eintragen könntest, und wir wollen auch keine E-Mail-Adressen sammeln.

Schritt für Schritt

So läuft die Installation ab

HeatSeek wird per Sideload installiert: Du lädst die APK-Datei oben herunter und öffnest sie. Android stellt dir dabei mehrere Sicherheitsfragen. Hier steht, welche das sind und was du jeweils tippst.

  1. 1. APK herunterladen

    Die Datei lädst du direkt von dieser Seite, oben im Abschnitt Status. Chrome und jeder andere Browser zeigen beim Download einer APK grundsätzlich eine Warnung im Stil von „Dieser Dateityp kann dein Gerät beschädigen“ – mit „Abbrechen“ und „Trotzdem herunterladen“ beziehungsweise „Behalten“. Diese Warnung erscheint bei jeder APK, egal was drinsteckt, und sagt nichts über HeatSeek aus. Die SHA-256-Prüfsumme steht dort direkt unter dem Knopf. Wenn du sie vergleichen willst, notiere sie dir vor dem Download.

  2. 2. Nur Samsung: Auto Blocker ausschalten

    Auf Galaxy-Geräten ab One UI 6.0 gibt es „Auto Blocker“. Ist er aktiv, blockiert er jede Installation außerhalb von Play Store und Galaxy Store – auch dann, wenn du die Installationsberechtigung längst erteilt hast. Auf Geräten, die mit One UI 6.1.1 oder neuer ausgeliefert wurden, ist er ab Werk an. Weg: Einstellungen → Sicherheit und Datenschutz → Auto Blocker → ausschalten. Das Gerät verlangt dabei PIN, Muster oder Fingerabdruck. Schalte ihn nach der Installation wieder ein; neuere One-UI-Versionen bieten dafür auch eine zeitlich befristete Pause, etwa 30 Minuten, nach der er sich selbst wieder aktiviert.

  3. 3. APK-Datei öffnen

    Tippe auf die Download-Benachrichtigung, oder öffne die Datei über „Dateien“ beziehungsweise „Eigene Dateien“ im Ordner „Download“. Merk dir, welche App du dafür benutzt: Genau diese App braucht gleich die Installationsberechtigung. Tippst du auf die Chrome-Benachrichtigung, ist es Chrome. Gehst du über den Dateimanager, ist es der Dateimanager.

  4. 4. Berechtigung „Unbekannte Apps installieren“ erteilen

    Android zeigt jetzt einen Dialog wie „Aus Sicherheitsgründen darf dein Telefon derzeit keine unbekannten Apps aus dieser Quelle installieren.“ Tippe auf „Einstellungen“ – du landest direkt beim richtigen Schalter für genau diese eine App. Aktiviere ihn; je nach Android-Version heißt er „Von dieser Quelle zulassen“, „Aus dieser Quelle zulassen“ oder „Dieser Quelle vertrauen“, gemeint ist immer derselbe. Dann mit der Zurück-Geste zurück, die Installation läuft weiter. Seit Android 8.0 gibt es keinen globalen Schalter „Unbekannte Quellen“ mehr: Du erlaubst es immer nur der einen App, mit der du die Datei geöffnet hast.

  5. 5. Play-Protect-Scan durchlaufen lassen

    Google Play Protect kennt HeatSeek nicht, weil die App nicht über den Play Store verteilt wird. Deshalb erscheint der Dialog „App-Scan empfohlen“ mit dem Hinweis, dass Play Protect diese App noch nie gesehen hat, und den Optionen „App scannen“ und „App nicht installieren“. Tippe auf „App scannen“. Dabei werden Informationen über die App zur Prüfung an Google übertragen – dafür brauchst du eine aktive Internetverbindung. Das Ergebnis kommt nach wenigen Sekunden.

  6. 6. Falls trotzdem eine Warnung kommt

    Zeigt Play Protect danach eine Blockade-Meldung wie „Unsichere App blockiert“, kommst du in vielen Fällen über „Mehr Details“ → „Trotzdem installieren“ weiter; aktuelle Android-Versionen verlangen dafür zusätzlich Fingerabdruck oder PIN. Es gibt aber auch harte Blockaden, bei denen „Trotzdem installieren“ komplett fehlt – dann lässt sich die Installation nicht fortsetzen. Deaktiviere Play Protect nicht, um das zu umgehen. Wenn das bei HeatSeek passiert, ist das unser Problem, nicht deins: Dann klären wir das mit Google.

  7. 7. Installieren und öffnen

    Tippe auf „Installieren“. Nach ein paar Sekunden erscheint „App wurde installiert“ mit den Optionen „Fertig“ und „Öffnen“.

  8. 8. Kamera-Berechtigung erteilen

    Beim ersten Start fragt HeatSeek nach Zugriff auf die Kamera. Ohne Kamera kann ARCore den Raum nicht erfassen – das ist die einzige Berechtigung, die die App zwingend braucht. Wähle „Während der Nutzung der App“. Die Kamera-Berechtigung ist eine normale Laufzeitberechtigung und von den „eingeschränkten Einstellungen“ für Sideload-Apps nicht betroffen; du musst dafür nichts freischalten.

  9. 9. „Google Play-Dienste für AR“ sicherstellen

    HeatSeek setzt auf ARCore und braucht dafür die Systemkomponente „Google Play-Dienste für AR“. Auf zertifizierten Geräten wird sie normalerweise automatisch installiert und aktualisiert. Bei einer per APK installierten App zieht der Play Store sie aber nicht automatisch mit – HeatSeek fordert dich beim ersten Start gegebenenfalls auf, sie zu installieren, und schickt dich dafür in den Play Store. Das ist kein Fehler, sondern der reguläre Ablauf beim Sideload. Prüfen kannst du es auch selbst: Einstellungen → auf dein Profilbild tippen → „Alle Dienste“ → „Datenschutz & Sicherheit“ → „Systemdienste“ → „Google Play-Dienste für AR“. Für die Installation verlangt Google mindestens 1 GB freien Speicher.

  10. 10. Berechtigung wieder entziehen (optional, aber sinnvoll)

    Wenn du fertig bist, nimm der App, mit der du die APK geöffnet hast, die Installationsberechtigung wieder weg: Einstellungen → Apps → Spezieller App-Zugriff → Unbekannte Apps installieren → [Browser oder Dateimanager] → Schalter aus. Android merkt sich die Erlaubnis sonst dauerhaft. Auf Samsung-Geräten zusätzlich Auto Blocker wieder einschalten.


Menüpfade nach Gerät – nur als Rückfallebene

Der zuverlässigste Weg ist der Systemdialog aus Schritt 4: Er springt auf jedem Gerät direkt an die richtige Stelle. Die Menüs heißen je nach Hersteller anders – „Spezieller App-Zugriff“ bei Stock-Android, „Spezieller Zugriff“ bei Samsung, „Spezielle Berechtigungen“ bei Xiaomi, in manchen Übersetzungen auch „Installieren unbekannter Apps“ statt „Unbekannte Apps installieren“. Falls du den Punkt doch manuell suchst:

Android 8.0 (Oreo) bis Android 11
Einstellungen → Apps & Benachrichtigungen → Erweitert → Spezieller App-Zugriff → Unbekannte Apps installieren → [App auswählen, z. B. Chrome] → „Von dieser Quelle zulassen“ aktivieren. Ab Android 8.0 gibt es keinen globalen Schalter „Unbekannte Quellen“ mehr; die Erlaubnis gilt pro App. Die Menübezeichnungen wechseln in diesem Versionsbereich mehrfach („Apps & Benachrichtigungen“ oder „Apps“), der Punkt heißt aber immer „Spezieller App-Zugriff“.
Android 12 bis Android 17 (Stock-Android, Google Pixel)
Einstellungen → Apps → Spezieller App-Zugriff → Unbekannte Apps installieren → [App auswählen] → Schalter aktivieren. Aktuell (August 2026) ist Android 17 die Stable-Version; am Pfad hat sich gegenüber Android 13 bis 16 nichts geändert. Auf manchen Geräten liegt „Spezieller App-Zugriff“ hinter dem Drei-Punkte-Menü oder unter „Erweitert“.
Samsung Galaxy (One UI, Android 13–16)
Einstellungen → Apps → ⋮ (Drei-Punkte-Menü oben rechts) → Spezieller Zugriff → Unbekannte Apps installieren → [App auswählen] → aktivieren. Auf vielen One-UI-Versionen gibt es alternativ: Einstellungen → Biometrische Daten und Sicherheit → Unbekannte Apps installieren. Welcher der beiden Wege existiert, hängt von der One-UI-Version ab.
Samsung mit Auto Blocker (One UI 6.0 und neuer)
Einstellungen → Sicherheit und Datenschutz → Auto Blocker → ausschalten (Gerät verlangt PIN, Muster oder Biometrie). Auf Geräten, die mit One UI 6.1.1 oder neuer ausgeliefert wurden, ist Auto Blocker ab Werk aktiv. Er blockiert die Installation aus allen Quellen außer Play Store und Galaxy Store – unabhängig davon, ob du „Unbekannte Apps installieren“ erlaubt hast. Zu sehen bekommst du nur eine nichtssagende Meldung, dass die App nicht installiert werden kann.
Xiaomi, Redmi, POCO (HyperOS und MIUI)
Einstellungen → Datenschutz (oder „Datenschutz & Sicherheit“) → Spezielle Berechtigungen → Unbekannte Apps installieren → [App auswählen] → aktivieren. Alternativ: Einstellungen → Apps → Apps verwalten → ⋮ → Spezieller App-Zugriff. Der genaue Pfad unterscheidet sich zwischen MIUI 14, HyperOS 1 und HyperOS 2/3; beide Wege kommen in der Praxis vor. Xiaomi schiebt zusätzlich einen eigenen Sicherheitsscan dazwischen und zeigt teilweise einen Countdown, bevor der Installieren-Button anklickbar wird.
Android 13 und neuer: „Eingeschränkte Einstellungen“
Für HeatSeek irrelevant, aber der Vollständigkeit halber: Die eingeschränkten Einstellungen blockieren weder die Berechtigung „Unbekannte Apps installieren“ noch den Kamerazugriff. Sie sperren für per Sideload installierte Apps besonders sensible Sonderrechte – ab Android 13 Bedienungshilfen und Benachrichtigungszugriff, ab Android 15 über den „Enhanced Confirmation Mode“ zusätzlich unter anderem Geräteadministrator, Einblendung über anderen Apps und Nutzungsdatenzugriff. Du siehst dann „Aus Sicherheitsgründen ist diese Einstellung derzeit nicht verfügbar“. HeatSeek braucht keines dieser Rechte, nur die Kamera. Freischalten würdest du es über: App-Info → ⋮ → „Eingeschränkte Einstellungen zulassen“.
Android 15 und neuer: nicht während eines Telefonats
Die Berechtigung „Unbekannte Apps installieren“ lässt sich während eines aktiven Anrufs nicht erteilen. Das ist eine bewusste Maßnahme gegen Betrüger, die ihre Opfer am Telefon durch eine Installation lotsen. Der Dialog verweigert die Freigabe kommentarlos: auflegen, dann geht es.
Ausblick: Entwickler-Verifizierung (Stand 13. August 2026)
Google führt eine Verifizierung von Entwicklern ein. Die Durchsetzung startet am 30. September 2026 – ausschließlich in Brasilien, Indonesien, Singapur und Thailand und dort zunächst nur für teilnehmende App-Stores, nicht für Sideloading. Im deutschsprachigen Raum ändert sich zu diesem Datum nichts. Die weltweite Ausweitung ist für 2027 angekündigt; ab dann sollen Apps nicht verifizierter Entwickler auf zertifizierten Geräten nur noch über einen Sonderweg installierbar sein (Entwickleroptionen aktivieren, Bestätigung, dass niemand dich anleitet, Neustart und erneute Anmeldung, 24 Stunden Wartezeit, Biometrie oder PIN, Freischaltung für 7 Tage oder dauerhaft) oder per ADB. Die Systemkomponente „Android Developer Verifier“ wird seit Mitte 2026 ausgerollt, erzwingt aber noch nichts. Das ist der einzige Punkt auf dieser Seite, der sich absehbar ändern wird – wir prüfen ihn regelmäßig und datieren ihn.

Wo es typischerweise hakt

  • Berechtigung der falschen App erteilt: Du erlaubst es Chrome, öffnest die APK aber über den Dateimanager – dann kommt die Warnung erneut. Die Erlaubnis gilt seit Android 8 immer nur für die App, die den Installationsvorgang startet.
  • Samsung Auto Blocker übersehen: die häufigste Ursache für „App kann nicht installiert werden“ auf Galaxy-Geräten. Die Fehlermeldung nennt Auto Blocker nicht beim Namen, und die Installationsberechtigung ist längst erteilt – trotzdem geht nichts.
  • Veraltete Anleitungen: Sehr viele Ratgeber beschreiben noch den globalen Schalter unter Einstellungen → Sicherheit → „Unbekannte Quellen“. Den gibt es seit Android 8.0 aus dem Jahr 2017 nicht mehr.
  • „Eingeschränkte Einstellungen“ falsch verstanden: Sie betreffen Bedienungshilfen, Benachrichtigungszugriff und ab Android 15 weitere Sonderrechte – nicht die Kamera und nicht die Installationsberechtigung. Für HeatSeek spielt der Punkt keine Rolle.
  • Aktives Telefonat: Ab Android 15 lässt sich die Installationsberechtigung während eines Anrufs nicht erteilen. Auflegen und neu versuchen.
  • Kein Internet beim Play-Protect-Scan: Der Dialog „App-Scan empfohlen“ schickt Daten an Google. Ohne Verbindung hängt der Vorgang oder bricht ab. Für die Installation selbst brauchst du kein Netz, für den Scan schon.
  • Harte Play-Protect-Blockade: Fehlt im Warndialog der Punkt „Trotzdem installieren“, ist die App hart blockiert und die Installation nicht durchführbar. Das ist kein Bedienfehler.
  • Ältere gleichnamige Version installiert: Liegt schon eine HeatSeek-Version mit anderem Signaturschlüssel auf dem Gerät, scheitert die Installation mit „App nicht installiert“. Dann muss die alte Version erst deinstalliert werden.
  • Xiaomi-Eigenheiten: HyperOS und MIUI schieben einen eigenen Sicherheitsscan dazwischen und blenden teilweise einen Countdown ein, bevor „Installieren“ anklickbar wird. Nicht abbrechen, einfach warten. Außerdem taucht eine App in der Liste „Unbekannte Apps installieren“ oft erst auf, nachdem sie einmal eine Installation versucht hat.
  • Gerät ohne Google-Dienste: Ohne Play Store gibt es keine „Google Play-Dienste für AR“ und damit kein ARCore. Die APK ließe sich installieren, die App würde nicht funktionieren.
  • Zu wenig Speicherplatz: Die „Google Play-Dienste für AR“ verlangen laut Google mindestens 1 GB frei. Auf vollen Geräten scheitert die Nachinstallation.
  • Dienst- oder Kindergerät: Auf Telefonen mit Arbeitsprofil oder MDM-Verwaltung, auf Kinderkonten mit Family Link und bei eingeschränkten Nutzerprofilen kann die Berechtigung „Unbekannte Apps installieren“ vom Administrator komplett gesperrt sein. Dann führt kein Weg über die Einstellungen – da hilft nur der Geräteadministrator.

Was du dabei in Kauf nimmst

  • Sideloading heißt: Du umgehst die Prüfmechanismen des Play Store und verlässt dich stattdessen darauf, dass wir vertrauenswürdig sind. Das ist eine bewusste Entscheidung. Wir veröffentlichen zu jedem Release eine SHA-256-Prüfsumme, damit du überprüfen kannst, dass die heruntergeladene Datei die ist, die wir gebaut haben.
  • Schalte Google Play Protect nicht ab, um HeatSeek zu installieren. Der beschriebene Ablauf funktioniert mit aktivem Play Protect.
  • Eine per APK installierte App bekommt keine automatischen Updates über den Play Store. Neue Versionen lädst du dort herunter, wo die erste herkam, und installierst sie drüber.
  • Auf Samsung-Geräten gilt: Wenn du Auto Blocker ausschaltest, ist er aus – für alle Apps, dauerhaft, bis du ihn wieder einschaltest. Vergiss den Schritt zurück nicht.
  • Und noch einmal, weil es auch in einer Installationsanleitung gilt: HeatSeek findet deinen Gegenstand nicht. Die App merkt sich, welche Bereiche deines Raums du beim Suchen schon mit der Kamera erfasst hast, und sagt dir, wo du noch nicht warst.

Fragen

Was du dich jetzt wahrscheinlich fragst

Warum nicht einfach einen Bluetooth-Tracker an den Schlüssel kleben?

Mach das ruhig – für den Schlüsselbund ist ein Tracker gut. Er beantwortet aber nur die Frage „Ist das Ding in der Nähe?“, und das nur für die Gegenstände, an denen einer klebt. An deiner Brille, der Fernbedienung, dem Portemonnaie in der Jackentasche und dem Ladekabel klebt keiner, und für jeden weiteren zahlst du wieder. Dazu kennst du den Moment, in dem das Handy „in diesem Raum“ anzeigt und du trotzdem zehn Minuten dastehst: Der Tracker löst die Distanz. Die letzten drei Meter suchst du weiter selbst ab – HeatSeek merkt sich dabei, welche Stellen du schon hattest, und zwar für alles im Raum, ohne dass du vorher etwas ankleben musst.

Schickt die App Bilder meiner Wohnung ins Internet?

Nein. Kamerabilder und Tiefendaten werden auf dem Gerät ausgewertet, und das daraus gebaute Raummodell bleibt dort – es gibt keinen Bild-Upload und keine Cloud-Synchronisierung deines Grundrisses. Das ist keine Formulierung aus einer Datenschutzerklärung, sondern die Bauweise: HeatSeek braucht das Modell lokal und in Echtzeit. Etwas anderes ist der optionale Suchtipp: Dafür geht reiner Text an unseren eigenen Server – dein eingetippter Suchbegriff, zwei Flächenzahlen und die schon genannten Orte, mehr nicht. Kein Bild, keine Geometrie, keine Position. Auch diese Website lädt nichts von fremden Servern nach, setzt keine Analyse-Cookies und speichert genau zwei Dinge in deinem Browser: deine Sprachwahl und dein Farbschema.

Warum ist das nicht im Play Store?

Weil es sie hier als APK gibt und im Play Store bislang keinen Eintrag. Version 0.2.0-beta lädst du oben im Abschnitt Status direkt von diesem Server – ausdrücklich als Beta, mit den Lücken, die dort aufgezählt sind. Für den Play Store müsste die App erst durch dessen Prüfung, und wir wollten die Beta dafür nicht zurückhalten. Ob sie später dort erscheint, steht nicht fest. Der Preis dafür: Du installierst per Sideload, und Android stellt dir dabei ein paar Sicherheitsfragen. Wie das abläuft, steht direkt über diesen Fragen.

Funktioniert das auf meinem alten Handy?

Möglicherweise nicht. HeatSeek setzt Android mit ARCore-Unterstützung voraus; Google pflegt dafür eine Geräteliste, und ältere oder sehr günstige Modelle stehen oft nicht darauf. Hat dein Gerät einen Tiefensensor, wird die Raumerfassung deutlich genauer. Ohne läuft es über Kamera und Bewegungssensoren – das funktioniert, ist aber ungenauer, vor allem bei schlechtem Licht, in dunklen Ecken und vor großen einfarbigen Flächen wie einer weißen Wand. Für iPhones gibt es die App nicht.

Die App findet meinen Schlüssel also gar nicht – was bringt sie mir dann?

Sie beseitigt den Fehler, der dich die Zeit kostet. Meistens liegt der Gegenstand im Raum, du hast nur nie dorthin gesehen: hinter der Couch, unter dem Bett, auf dem Kühlschrank, im Schuhregal. HeatSeek ist für die Suche das, was eine abgehakte Liste für den Einkauf ist – es merkt sich, was erledigt ist, damit du nicht zum vierten Mal denselben Küchentisch abräumst. Und wenn der Gegenstand wirklich nicht hier ist, bekommst du etwas, das du sonst nie hast: die begründete Gewissheit, dass dieser Raum vollständig abgesucht ist, und kannst im nächsten weitersuchen.

Muss ich den Raum erst vorbereiten, bevor die App etwas nützt?

Nein. Genau diese Hürde haben wir aus der App entfernt. Es gibt keinen Scan-Schritt und keinen Scan-Modus: Du öffnest die App, tippst ein, was du suchst, und fängst an. Gemessen wird ab dem ersten Kamerabild, aus der Bewegung, die beim Suchen ohnehin entsteht. Die Karte ist am Anfang klein und wächst mit – sie zeigt zu jedem Zeitpunkt genau das, was die Kamera bis dahin gesehen hat.

Woher will die App wissen, ob ich unter das Sofa geschaut habe – oder nur davorstand?

Sie weiß, welche Flächen des Raummodells von deiner Kameraposition aus tatsächlich sichtbar waren. Der Bereich unter dem Sofa gilt erst als erfasst, wenn du das Telefon so hältst, dass dort hineingesehen wird. Was verdeckt bleibt, bleibt rot – das ist der ganze Punkt. Was die App nicht wissen kann: ob du dabei aufmerksam warst. Sie protokolliert die Abdeckung deiner Kamera, nicht die deiner Aufmerksamkeit. An dieser Stelle ist die Kamera aber das ehrlichere Gedächtnis von euch beiden.

Merkt sich die App meine Wohnung zwischen zwei Suchen?

Nein, und das ist Absicht. Das Raummodell lebt nur so lange wie die geöffnete App; schließt du sie, ist es weg. Technisch gäbe es dafür auch keinen sauberen Weg – ARCore kann sich ohne Cloud-Dienst nicht wiedererkennen, wo es beim letzten Mal stand. Inhaltlich ist es sogar besser so: Die Flächen, die du letzte Woche abgesucht hast, sind genau die, wo der Gegenstand NICHT lag. Ein altes Modell würde dich also ausgerechnet in die falsche Richtung schicken. Umstellen und umziehen sind damit kein Thema – jede Suche fängt bei null an.

Eine APK von einer fremden Website installieren – ist das nicht riskant?

Die Frage ist berechtigt. Deshalb steht die vollständige SHA-256-Prüfsumme der Datei oben direkt unter dem Download-Knopf: Vergleich sie nach dem Herunterladen, dann weißt du, dass du genau die Datei bekommen hast, die wir gebaut haben. Nachprüfbar ist auch, was die App darf – die APK fordert zwei Berechtigungen an, Kamera und Internet – und wofür der Internetzugriff da ist, steht oben im Abschnitt Datenschutz. Sideloading bedeutet außerdem, dass du einer App – deinem Browser oder deinem Dateimanager – erlaubst, unbekannte Apps zu installieren. Diese Erlaubnis solltest du danach wieder entziehen. Wer das grundsätzlich nicht möchte, wartet besser auf eine Store-Veröffentlichung; die können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht zusagen.

Was wird HeatSeek kosten?

Wissen wir noch nicht. Fest steht nur, was nicht kommt: keine Werbung, kein Abo für Funktionen, die vorher da waren, und kein Geschäftsmodell, das auf deinen Daten aufbaut – dafür verlassen sie dein Telefon schlicht nicht. Sobald es eine Entscheidung gibt, steht sie hier.